Glossar

B

  • Bauliches Konzept

    Bei einem baulichen Konzept werden die Schutzziele mit baulichen Massnahmen erreicht. Beispiele sind die Bildung von Brandabschnitten, ausreichender Feuerwiderstand von Tragwerken oder Brandschutztüren.

  • Bauweise

    Die Bauweise ist relevant für die Berechnung der Versicherungsprämie. Es wird zwischen massiver (z. B. Betonbau) und nicht massiver Bauweise (z. B. Holzbau) unterschieden. Ein Gebäude gilt als massiv, wenn mindestens 80 % der der Gebäudehülle aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Die Bauweise ist auf Ihrer Versicherungspolice ersichtlich.

  • Beherbergungsbetriebe

    Einrichtungen, in denen dauernd oder vorübergehend 20 oder mehr Personen aufgenommen werden. Es werden 3 Kategorien unterschieden:

    • [a] Krankenhäuser, Alters- und Pflegeheime; die Personen sind auf fremde Hilfe angewiesen
    • [b] Hotels, Pensionen und Ferienheime; die Personen sind nicht auf fremde Hilfe angewiesen
    • [c] Abgelegene, nicht vollständig erschlossene Beherbergungsbetriebe, in denen ausschliesslich berggängige Personen aufgenommen werden.

    Sind Sie unsicher, in welche Kategorie Ihr Betrieb gehört? Dann gehen Sie durch die Abfragen im Beitrag «Betreuung und Beherbergung: In welche Kategorie gehört Ihr Betrieb?» auf dem Forum Brandschutz.

  • Bewilligungsbehörde

    Je nach Bauvorhaben der Regierungsstatthalter (Baubewilligungen), die Gemeinde oder andere öffentliche Institutionen wie das beco Berner Wirtschaft (Arbeitsrecht), das Bundesamt für Verkehr (BAV) oder das Amt für Umweltkoordination und Energie (AUE). Weitere Informationen siehe Geltungsbereich.

  • Blitzschutzbeauftragter

    Die Blitzschutzbeauftragten der Gebäudeversicherung Bern beraten Sie gerne, welche Blitzschutzanlage sich für Ihr Objekt eignet, nehmen neu installierte Anlagen ab und erledigen die periodischen Kontrollen.

  • BMA

    Eine Brandmeldeanlage (BMA) empfängt Signale von Sensoren (z.B. Rauchmeldern), wertet sie aus und löst im Brandfall einen internen und externen Alarm aus. Die BMA kann zudem Löschanlagen auslösen, Rauchabzugseinrichtungen einschalten oder Feuerwehraufzüge ansteuern.

  • Brandbeitrag

    Der Brandbeitrag ist ein Mass dafür, wie viel ein individueller Baustoff zu einem Brand beiträgt. Stroh leistet z.B. einen hohen Brandbeitrag, Metall einen geringen. Baustoffe werden unter anderem aufgrund ihres Brandbeitrags in Brandverhaltensgruppen eingeteilt.

  • Brandbelastung

    Wärmemenge pro Grundfläche, die während eines Brandes von sämtlichen brennbaren Materialen eines Brandabschnittes freigesetzt würde. Die Brandbelastung wird in MJ/m2 angegeben und setzt sich aus mobilen (z.B. Möbel, Dekorationen) und fest eingebauten (z.B. Wände, Böden) Beiträgen zusammen. Nicht berücksichtigt werden dabei Stoffe, die so eingebaut, verarbeitet oder gelagert werden, dass eine Entzündung während der geforderten Feuerwiderstandsdauer ausgeschlossen werden kann.

  • Brandgefahr

    Die Brandgefahr bezeichnet das potenzielle Ausmass des Schadens (Personen- und Sachschaden), der durch einen Brand verursacht werden kann. Die Brandgefährdung ergibt sich aus dem Verhältnis der möglichen Brandgefahren zu den dagegen getroffenen Schutzmassnahmen (Schadenserwartung).

  • Brandgefährdung

    Die Brandgefahr bezeichnet das potenzielle Ausmass des Schadens (Personen- und Sachschaden), der durch einen Brand verursacht werden kann. Die Brandgefährdung ergibt sich aus dem Verhältnis der möglichen Brandgefahren zu den dagegen getroffenen Schutzmassnahmen (Schadenserwartung).

  • Brandmauer

    Feuerwiderstandsfähige Mauer, die das Übergreifen von Feuer und Rauch von einem Brandabschnitt in einen anderen verhindert. Eine Brandmauer muss z. B. auch dann stehen bleiben, wenn das Gebäude auf einer Seite der Mauer einbricht.

  • Brandmeldeanlage

    Eine Brandmeldeanlage (BMA) empfängt Signale von Sensoren (z.B. Rauchmeldern), wertet sie aus und löst im Brandfall einen internen und externen Alarm aus. Die BMA kann zudem Löschanlagen auslösen, Rauchabzugseinrichtungen einschalten oder Feuerwehraufzüge ansteuern.

  • Brandrisiko

    Je höher die Brandgefährdung (Schadenserwartung) und die Aktivierungsgefahr (Eintrittswahrscheinlichkeit), desto höher das Brandrisiko. Ein erhöhtes Brandrisiko besteht z. B. in einem Lager mit Stroh oder explosionsgefährdeten Stoffen.

  • Brandschutzbehörde

    Die Brandschutzbehörde im Kanton Bern ist entweder die Fachstelle Brandschutz der Gebäudeversicherung Bern (GVB) oder die Gemeinde. Wer für welche Projekte zuständig ist, finden Sie hier.

  • Brandschutzexperte

    Die Brandschutzexperten der Gebäudeversicherung Bern prüfen komplexe Projekte und Baugesuche auf die Einhaltung der Brandschutzrichtlinien.

  • Brandschutzkonzept

    Ein Brandschutzkonzept legt fest, welche Brandschutzmassnahmen getroffen werden müssen, um die Schutzziele zu erreichen. Es ist immer auf ein bestimmtes Gebäude zugeschnitten und wird während des Baus und in der Nutzungsphase bei Bedarrf laufend angepasst. Eine Übersicht über den Inhalt des Brandschutzkonzepts gibt der Beitrag «Das Brandschutzkonzept und seine Bestandteile» im «Forum Brandschutz».

  • brandschutztechnisch einwandfreie Ordnung

    Zu einer «brandschutztechnisch einwandfreien Ordnung» gehören z. B.:

    • der sachgemässe Umgang mit Feuer und ähnlichen Gefahrenquellen
    • die sichere Aufbewahrung und Beseitigung von brennbarem Material
    • der fachgemässe Umgang mit feuer- oder explosionsgefährlichen Stoffen
    • vorschriftsgemäss betriebene haustechnische Anlagen
    • die Gewährleistung der Betriebsbereitschaft der Einrichtungen zur Brandbekämpfung und der technischen Brandschutzanlagen.

    Quelle: VKF

  • Brandschutzvorschriften

    Die Brandschutzvorschriften (BSV) bestehen aus der Brandschutznorm und aus den Brandschutzrichtlinien (BSR). Mit den FAQ werden weitere Erklärungen abgeben und Ausführungen in den Richtlinien korrigiert.

  • Bühnenfeuerwerk

    Alle Feuerwerke im Innen- und Aussenbereich, die in unmittelbarer Nähe von Personen geschossen werden dürfen. Diese Feuerwerke werden in die Kategorien T1 (z. B. Eisfontänen, Gartenwunderkerzen, Feuertöpfe) und T2 (z. B. grosse Feuertöpfe, Bühnenfunkenblitze) untereilt.